Gehälter-Transparenz
Die Verschwiegenheit der Staatswirtschaft

PremiumBörsennotierte Aktiengesellschaften müssen die Vergütungen ihrer Vorstände auf Druck der Politik schon seit zehn Jahren veröffentlichen. Doch ausgerechnet viele kommunale Unternehmen weigern sich hartnäckig.

DüsseldorfDas Land Berlin wollte endlich einmal Vorreiter sein. Kaum war das Gesetz zur Offenlegung von Vorstandsvergütungen in börsennotierten Aktiengesellschaften in Kraft getreten, schob die deutsche Hauptstadt ihr eigenes „Vergütungs- und Transparenzgesetz“ für öffentliche Unternehmen nach. Am 30. September 2005 wurde die Verordnung im Amtsblatt, Seite 275 folgende, verkündet. Mehr als ein Jahrzehnt später hat sie allerdings noch immer nicht die erhoffte Wirkung entfaltet. Von den 82 Berliner Betrieben unter Landeskontrolle veröffentlichen nur 37 die Einkommen ihrer Spitzenmanager. Nicht einmal 43 Prozent machen dies sogar personenbezogen.

Immerhin erfahren die Berliner, dass die Chefin ihrer Verkehrsbetriebe, Sigrid Nikutta, mit 447.000 Euro...

 
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