Gemeinsam mit James Murdoch
Fiat-Erbe Elkann greift nach der Formel 1

Zwei Erben planen Großes: Fiat-Chef John Elkann und Rupert Murdochs Sohn James wollen gemeinsam die Macht im Formel 1-Zirkus übernehmen - und damit Bernie Ecclestone beerben.
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MailandDer "kleine Agnelli", wie er genannt wird, trifft große Entscheidungen. Der 35-jährige John Elkann gehört zur vierten Generation der Fiat-Gründer-Familie Agnelli und war schon von seinem vor mehr als acht Jahren verstorbenen Großvater Gianni Agnelli als Nachfolger auserkoren worden.

Durch den Tod anderer Familienmitglieder ist er als ältester Sohn von Margherita Agnelli und Alain Elkann schon jung an die Schalthebel des Autoimperiums und der Familienholding gekommen. Nun sucht er den Schulterschluss mit einem anderen Erben: James Murdoch, dem 38-jährigen Sohn des Medienunternehmers Rupert Murdoch. Gemeinsam wollen sie ein Übernahmeangebot für die Formel 1 ausarbeiten.
Damit schreitet der eher schüchtern und introvertiert auftretende Elkann forsch voran. Erst im April 2010 ist der Ingenieur als Präsident des Verwaltungsrats von Fiat inthronisiert worden. Seitdem hat Fiat sich in zwei Aktiengesellschaften aufgespalten - in die Autosparte mit Fiat, Ferarri, Alfa Romeo und Lancia und die Industriesparte mit Iveco und CNH. Außerdem hat sich der Konzern 46 Prozent am US-Autobauer Chrysler gesichert.

Als Präsident und Vorstandschef steht Elkann Exor vor, der börsennotierten Holding, die die Interessen der Agnelli-Erben vertritt. Elkann konzentriert sich dabei auf das Geschäft rund ums Auto. Das bestätigt das Interesse an der Formel 1 ebenso wie die Ankündigung, sich von dem Reiseveranstalter Alpitour zu trennen. In seiner Freizeit ist er als Präsident des Fußballclubs Juventus Turin häufig auf der Ehrentribüne zu sehen. Dabei begleitet ihn oft seine Ehefrau Lavinia Borromeo, die aus einer der ältesten Adelsfamilien Italiens stammt.


Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin

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