Gent als Zeuge geladen
Esser sieht sich entlastet

Der ehemalige Konzern-Chef Klaus Esser sieht sich im Mannesmann-Prozess um Millionenprämien vom Vorwurf der Beihilfe zur Untreue entlastet. Selbst die Zeugenaussagen der Wirtschaftsprüfer der KPMG in der vergangenen Woche hätten ergeben, dass er keinerlei Einflussnahme auf Beschlussvorlagen für die Prämien genommen habe, sagte Esser am Mittwoch am 16. Verhandlungstag dem Landgericht Düsseldorf.

HB DÜSSELDORF. Besonders der Vorwurf, er habe Vorschläge für eine Prämie zu Gunsten des damaligen Aufsichtsratschefs Joachim Funk gemacht, treffe nicht zu.

Er selbst habe wegen der Anerkennungsprämien um ein beratendes Gespräch mit den Wirtschaftsprüfern gebeten. "Der Aufsichtsrat hat dann stets den Rat der KPMG befolgt", betonte Esser. Ein ehemaliger Mannesmann-Jurist, der als Zeuge geladen war, bestätigte seine Aussage. Der Rechtsanwalt war beauftragt worden, einen Beschluss zu den Prämien zu prüfen. "Weil es allerdings auch um Zahlungen an Mitglieder des Aufsichtsrates gehen sollte, habe ich empfohlen, einen externen Rechtsrat einzuholen", sagte der Zeuge.

Unterdessen steuert der spektakulärste deutsche Wirtschaftsprozess der entscheidenden Phase entgegen. An diesem Donnerstag soll der ehemalige Vodafone-Chef Chris Gent als Zeuge aussagen. Am kommenden Mittwoch hat die Vorsitzende die Prozessbeteiligten zu einem Rechtsgespräch gebeten. Die Ergebnisse dieser Unterredung sollen noch am selben Nachmittag bekannt gegeben werden, sagte Richterin Brigitte Koppenhöfer.

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