Gürtler übernimmt Führungsaufgaben
Wella-Chef bekommt bei P&G große Aufgabe

Wella-Chef Heiner Gürtler wird künftig das weltweite Friseur- und Duftgeschäft des US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble (P&G) leiten. Der US-Konsumgüterriese weist damit dem einverleibten Darmstädter Unternehmen eine starke Stellung im Konzern zu.

HB FRANKFURT. Künftig würden das weltweite Friseurgeschäft von Wella und der P&G-Tochter „Clairol“ sowie die Duftgeschäfte der „P&G Prestige Beaute Fine Fragrances“ und der „Wella Cosmopolitan Cosmetics“ unter der Leitung von Gürtler zusammengefasst, teilte der US-Konzern am Mittwoch in Cincinnati mit. Der Wella-Chef werde dabei als Präsident des Bereiches Global Prestige and Professional Care direkt an P&G-Chef A.G. Lafley berichten. Unlängst war ein Beherrschungsvertrag wirksam geworden, den P&G mit Wella im April abgeschlossen und den die Wella-Aktionäre im Juni abgesegnet hatten.

„Durch die Bildung dieser neuen Geschäftseinheit erhält Wella mit ihren beiden Kernkompetenzbereichen Kosmetik & Duft (Prestige) und Friseur (Professional) eine tragende Rolle innerhalb P&G,“ kommentierte Gürtler, der die neue Aufgabe zusätzlich zu seiner Funktion als Vorstandschef der Wella AG übernimmt. Die Zusammenführung der Geschäfte schaffe die Voraussetzungen, diese Bereiche künftig stärker auszubauen, ergänzte er. Der Abschluss des Beherrschungsvertrags zwischen P&G und den Darmstädtern machte nach Angaben einer Wella-Sprecherin den Weg frei für die Schaffung der neuen Sparte. Die Wella AG bleibe aber weiterhin eine rechtlich selbstständige Einheit.

Der durch Produkte wie Pampers-Windeln bekannte US-Konsumgüterkonzern hatte Wella vergangenes Jahr für etwa 5,6 Mrd. € aufgekauft, hatte dabei aber nicht die notwendige Schwelle von 95 % für das Hinausdrängen der Minderheitsaktionäre (Squeeze out) erlangt. In dem Beherrschungsvertrag hatte P&G nach monatelangem Tauziehen den außen stehenden Wella- Vorzugsaktionären eine aufgestockte Barabfindung angeboten. Danach erhalten Inhaber von Vorzugsaktien 72,86 € je Wella-Papier. Das entspricht einem Aufschlag von etwa zwölf Prozent auf das letzte Kaufangebot des US-Konzerns.

Zu den in Deutschland bekannten Marken des US-Konzerns gehören unter anderem die Shampoos Pantene sowie Head & Shoulders sowie die Kosmetikreihe Max Factor. Die im Nebenwerteindex MDax notierten Wella-Vorzugsaktien lagen am Mittwochnachmittag 0,2 % im Minus bei 76,85 €.

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