Haftbefehl
Milliarden-Betrüger Stanford in Haft

Am Ende ging alles ganz schnell: Der mutmaßliche Milliardenbetrüger Allen Stanford sitzt allem Anschein nach in Untersuchungshaft. Nach US-Medienberichten wurde er kurz nach Erlass des Haftbefehls gefasst. Der Texaner ist wegen Milliarden-Betrugs angeklagt und muss nun mit einem heißen Prozess rechnen.

HB WASHINGTON. Der wegen Milliarden-Betrugs angeklagte texanische Geschäftsmann Allen Stanford ist nach US-Medienberichten festgenommen worden. Der 58-jährige Milliardär habe sich im Haus seiner Schwester in Stafford im US-Bundesstaat Virginia Agenten der Bundespolizei FBI ergeben, berichtete der Sender CBS in der Nacht zum Freitag. Zuvor sei Haftbefehl gegen ihn erlassen worden. Ob im Zusammenhang mit dem Haftbefehl neue Anschuldigungen gegen Stanford erhoben wurden, war zunächst unklar. Mit einer Erklärung des Justizbehörden werde am Freitag gerechnet, hieß es.

Die US-Börsenaufsicht SEC beschuldigt Stanford bereits in einer Zivilklage, mit einem sogenannten Schneeballsystem weltweit Anleger um acht Mrd. Dollar geprellt zu haben. Der schillernde Banker soll Anlegern jahrelang mit vermeintlich sicheren Festgeldanlagen hohe Gewinne versprochen haben. Stattdessen sei dann aber ein großer Teil des Geldes in riskante Immobilienpapiere und Finanzbeteiligungen gesteckt worden. Stanford hatte alle Beschuldigungen zurückgewiesen.

Ein zentraler Stützpunkt von Stanfords Finanzimperiums war die karibische Steueroase Antigua.

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