Hapag-Lloyd-Großaktionär Kühne
„Einen Teil habe ich im Geiste abgeschrieben“

PremiumKlaus-Michael Kühne hat mit seiner Beteiligung an Hapag-Lloyd viel Geld verloren, will im Notfall aber weitere Millionen zuschießen. Ein Gespräch über die Fehler beim Börsengang und das Positive einer Pleite.

SchindellegiDie Erkältung, die er sich beim Wochenendtrip in seine Geburtsstadt Hamburg eingefangen hat, steckt Klaus-Michael Kühne tapfer weg. Nur zwei Tage nach seiner Rückkehr sitzt der 79-jährige Milliardär schon wieder in der Lieblingsecke seines beigen Ledersofas, um im Schweizer Hauptquartier des Logistikriesen Kühne + Nagel über Unerfreuliches zu plaudern: die geldvernichtende Containerreederei-Branche im Allgemeinen – und Kühnes verlustreiche Beteiligung bei Hapag-Lloyd im Besonderen.

Herr Kühne, Sie haben bisher rund eine Milliarde Euro in Hapag-Lloyd investiert – und nach heutigem Börsenstand mehr als die Hälfte des Einsatzes verloren. Jetzt wollen Sie noch einmal 100 Millionen Euro an Eigenkapital nachschießen?
Das...

 
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