Hauptaktionär unzufrieden
Peugeot-Citroën-Chef Varin soll gehen

Für Peugeot-Citroën-Chef Philippe Varin ist bei dem Autobauer kein Platz mehr. Laut eines Medienberichts muss der Franzose seinen Posten bald aufgeben. Der Hauptaktionär, die Familie Peugeot, sei mit ihm nicht zufrieden.
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ParisDer Chef des größten französischen Autobauers PSA Peugeot-Citroën, Philippe Varin, muss einem Bericht zufolge bald seinen Posten aufgeben. Der wichtigste Aktionär des Konzerns, die Familie Peugeot, sei mit der Arbeit und den Ergebnissen Varins nicht zufrieden, berichtete die Internetseite der französischen Wirtschaftszeitung "La Tribune", latribune.fr, am Mittwoch. Auch mit der übrigen Führungsriege sei die Familie nicht zufrieden. Bislang allerdings gebe es keinen potenziellen Nachfolger.

Die Familie Peugeot, die Ende März 25,4 Prozent der Anteile und 38,1 Prozent der Stimmrechte hielt, ist dem Bericht zufolge vor allem nicht von der Allianz von PSA und General Motors (GM) angetan. Varin "scheinen einige vorzuwerfen, dass er nicht alle möglichen Partner geprüft hat, bevor er dem Aufsichtsrat die Lösung GM vorgeschlagen hat", schrieb latribune.fr. Varin steht seit 2009 an der Spitze des Autobauers. Er folgte Christian Streiff, der gerade einmal zwei Jahre Konzernchef gewesen war.

Auf PSA könnte derzeit noch eine weitere Zerreißprobe zukommen. Der Konzern überlegt, das traditionsreiche Werk im Pariser Vorort Aulnay-sous-Bois zu schließen. Davon wären 3300 Beschäftigte direkt betroffen und weitere 10.000 Menschen, die bei Zulieferbetrieben arbeiten. Die neue französische Regierung befindet sich demnach in intensiven Gesprächen mit dem Unternehmen. Präsident François Hollande hatte eine auf Wachstum ausgerichtete Wirtschaftspolitik angekündigt - tausende neue Arbeitslose auf einen Schlag passen nicht dazu.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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