Hintergrund
Baker McKenzie – die autarken Einzelkämpfer

Baker & McKenzie aus den USA ist die größte Kanzlei der Welt - gemessen an der Zahl ihrer Rechtsanwälte. Gegründet wurde sie 1949 in Chicago.

3 300 Juristen arbeiten bei Baker & McKenzie und obendrein 5 700 weitere Beschäftigte (insgesamt also rund 9 000). Von den Juristen haben 659 weltweit den begehrten Partner-Status. Zu ihren Klienten zählen klangvolle Namen wie General Motors, JP Morgan, BenQ oder Fresenius. Ihr Umsatz betrug zuletzt 1,35 Milliarden US-Dollar. Baker & McKenzie hat 69 Standorte in 38 Ländern.

Auffällig ist, dass die einzelnen Büros eine größere Autonomie haben als in anderen internationalen Großkanzleien üblich. Immer wieder werden sie als McDonald?s der Anwälte verbrämt, weil die Standorte als eigene Profit-Center arbeiten - ähnliche wie bei einem Franchise-System.

Baker & McKenzie fiel zudem besonders dadurch auf, dass sie sich eine Frau als Chairman leisteten. Und die war nicht nur eine besonders Junge, als sie damals mit 43 Jahren ihren Job antrat. Sondern Christine Lagarde ist keine Geringere als die heutige Handelsministerin von Frankreich.

In Deutschland spielt Baker & McKenzie keine so große Rolle. Nach der Zahl der Anwälte ist die Sozietät die Nummer 13 - 176 Anwälte, davon 71 Partner - , nach ihrem geschätzten Umsatz - 90,2 Millionen Euro im Jahr 2004 - die Nummer Zehn. Ein Rückschlag war für die Kanzlei, dass ihr mehrere hochkarätige Partner Mitte des Jahres den Rücken kehrten. "Der Verlust der gestandenen Anwaltspersönlichkeiten war umso bitterer, als gerade das Bankrechtsteam im Vorjahr Vorbildcharakter für die gesamte Kanzlei entfaltet hatte", urteilt das "Juve-Handbuch Wirtschaftsanwälte 2005/06". Ein Ziel der Abtrünnigen war Skadden Arps, eine andere US-Kanzlei - die "bislang ein unauffälliges Dasein geführt hat" (Juve). Wie gesagt, bislang.

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