Hintergrund
Strategie-Galerie: Ein Glasperlenspiel für Manager

Um die eigenen Berater diesen Blick über den Tellerrand zu lehren und sie zu animieren, kreativer zu denken, hat das Strategieinstitut der Boston Consulting Group die „Strategiegalerie“ erfunden. Ihr geistiger Vater ist Bolko von Oetinger, Senior Vice President der BCG.

DÜSSELDORF. Die Wirtschaft kreist um Wirkliches, die Planung in den Unternehmen beschäftigt sich mit dem Möglichen und Wahrscheinlichen. Echte Kreativität und wirkliche Innovation findet aber in der Regel an der Grenze des Möglichen und Wahrscheinlichen statt. Der Blick über das Gegebene hinaus ist jedoch nicht einfach, er will erst einmal geschärft werden.

Um die eigenen Berater diesen Blick über den Tellerrand zu lehren und sie zu animieren, kreativer zu denken, hat das Strategieinstitut der Boston Consulting Group (BCG) die „Strategiegalerie“ erfunden – eine Art Glasperlenspiel für Unternehmensberater und Manager. Diese Galerie lehrt Betriebswirtschaftlehre, ohne direkt ökonomische Fragen zu berühren. Die berühmten „Business Cases“ der MBA-Programme im Sinne von „Was lehrt uns der Untergang von Enron?“ wurden dabei bewusst ignoriert.

Stattdessen hat das Strategie-Institut eine umfangreiche Sammlung von kognitiven Metaphern und Geschichten zusammengetragen mit Beispielen aus der Geschichte, der Anthropologie, der Philosophie oder der Neurologie, um das Wesen der Strategie zu erkunden.

Im Intranet von Boston Consulting sind die Exponate in der elektronischen Galerie vielfältig miteinander verknüpft. Und wie der Besucher einer Kunstgalerie von einem inspirierenden Werk ergriffen wird, so inspiriert den „browsend“ lesenden Besucher der Strategiegalerie die eine oder andere Metapher, die ihm eine andere Brille aufsetzt und seinen Blick für das Neue schärft. Was der Galeriebesucher dann geschäftlich daraus macht, ist der assoziativen Kraft des Individuums überlassen.

Geistiger Vater der Strategiegalerie ist Bolko von Oetinger, Senior Vice President der Boston Consulting Group und Direktor des firmeneigenen Strategieinstituts, das die Galerie betreibt. Für ihn ist es ein kardinaler Fehler, dass der Strategiebegriff, dem ein so reicher gestalterischer Anspruch innewohnt, zunehmend auf das Niveau eines Werkzeugkastens reduziert wird. Von Oetingers Ziel ist es, dem Strategiebegriff wieder seinen Reichtum, seine Freiheitsgrade und Kreativität zurückzugeben, damit der einzelne Manager etwas wahrnehmen kann, was seine Wettbewerber nicht sehen.

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