Insiderhandel
Ex-Goldman-Direktor Gupta unter Verdacht‎

Der ehemalige Goldman-Sachs-Manager Gupta stellte sich am Mittwoch der Polizei und musste seinen Pass abgeben. Er soll dem bereits verurteilten Hedgefonds-Manager Rajaratnam Insidertipps gegeben haben.
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New YorkIm Zusammenhang mit dem größten Insiderhandel-Skandal der US-Geschichte muss sich ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Investmentbank Goldman Sachs vor Gericht verantworten. Rujat Gupta stellte sich am Mittwochmorgen in New York dem FBI. Vor dem Gericht beteuerte Gupta seine Unschuld, berichtet das „Wall Street Journal“.

Der einst hoch angesehene Manager soll seinem Freund, dem wegen Insiderhandels verurteilten Hedgefonds-Manager Raj Rajaratnam, Insidertipps gegeben haben. Abgehörten Telefonaten zufolge informierte er Rajaratnam 23 Sekunden nach Ende einer Vorstandssitzung im Jahr 2008, dass Goldman vor seinem ersten Quartalsverlust seit 1999 stehe und empfahl ihm, seine Goldman-Aktien zu verkaufen.

Raj Rajaratnam war Mitte Oktober wegen Insidergeschäften zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden - eine der höchsten Strafen, die in den USA wegen dieses Delikts jemals verhängt wurden. Der heute 53-Jährige hatte den Galleon-Hedgefonds gegründet und wurde für schuldig befunden, zwischen 2003 und 2009 millionenschwere Insidergeschäfte gemacht zu haben. Damit soll er rund 72 Millionen Dollar (etwa 52,5 Millionen Euro) verdient haben.

Schon während des Prozesses gegen Rajaratnam im Mai hatte der Chef der Investmentbank Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, ausgesagt, dass Aufsichtsrat Guptain Gesprächen mit Rajaratnam seine Verschwiegenheitspflicht gebrochen habe. Die Börsenaufsicht SEC warf Gupta vor allem vor, er habe dem Galleon-Chef 2008 gesteckt, dass der Milliardär Warren Buffett fünf Milliarden Dollar in Goldman Sachs investieren wolle. Gupta sah sich zu Unrecht verfolgt und verklagte seinerseits die SEC. Beide einigten sich im August, die Klagen fallen zu lassen.

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Anschuldigungen „völlig gegenstandslos“

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