Insiderhandel
Staatsanwaltschaft klagt OMV-Chef an

Der Chef der österreichischen Öl- und Gasgruppe OMV, Wolfgang Ruttenstorfer, wird wegen Verdachts auf Insiderhandel angeklagt. Ruttenstorfer sagte dagegen, er habe immer korrekt gehandelt.
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HB WIEN. Die Staatsanwaltschaft Wien nahm zur Anklage nicht weiter Stellung. Ins Visier der Finanzmarktaufsicht war Ruttenstorfer im Frühjahr 2009 geraten. Der OMV-Chef hatte im Vorfeld des Verkaufes der Aktien an der ungarischen MOL durch die OMV selbst OMV-Aktien gekauft. OMV war nach dem Verkauf der MOL-Anteile gestiegen. Die Aufsicht hatte darin die Ausnützung von Insiderwissen vermutet.

Ruttenstorfer sagte, er habe im Rahmen des langfristigen Bonusprogrammes OMV-Aktien gekauft, die er drei Jahre halten müsse. „Die Transaktion wurde ordnungsgemäß gemeldet. Sie ist völlig ungeeignet für kurzfristige Spekulationen.“ Dem Verfahren sehe er gelassen entgegen. Er sehe das als Chance, sich vor einem unabhängigen Gericht zu rehabilitieren.

Zurücktreten will Ruttenstorfer nicht vorzeitig. „Ich sehe keinen Grund für einen Rücktritt“, sagte er. Sein Vertrag läuft ohnedies im nächsten Frühjahr aus und wird nicht verlängert.

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