Institut soll privat finanziert werden
Straubhaar verlässt HWWA

Der Präsident des Hamburger HWWA-Instituts Thomas Straubhaar hat am Donnerstag seinen Rückzug erklärt. Anlass hierfür war wohl die massive Kritik der Leibniz-Gemeinschaft an seiner Führung.

HB HAMBURG. „Als Präsident des HWWA in der heutigen Form werde ich am 30. September ausscheiden“, sagte Straubhaar am Donnerstag. Nachdem seine Strategie von der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) nicht anerkannt worden sei, bleibe ihm nichts anderes übrig. Straubhaar bestätigte zugleich, dass er derzeit einen Geschäftsplan erstellt, mit dem die Forschung des HWWA als weitgehend privat finanziertes Institut in Hamburg weiter geführt werden soll. „Wenn es gelingt, genug Sponsoren zu finden, habe ich jetzt ein halbes Jahr Zeit, um etwas auf die Beine zu stellen“, sagte der gebürtige Schweizer.

Die Leibniz-Gemeinschaft hatte Anfang März empfohlen, das Forschungsinstitut als eigenständige Einrichtung nicht mehr zu fördern und begründete dies mit Mängeln in der Informationsversorgung. Empfohlen wurde, die Bibliothek des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA) mit der des Schwesterinstituts, dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), zusammenzulegen.

„Die WGL wirft uns vor, das wir keine Strategie im Informations- und Technologiebereich haben und verkürzt damit den Auftrag des HWWA auf die Bibliothek“, sagte Straubhaar. Er habe seine Aufgabe dagegen auch in der wissenschaftlichen Forschung und der wirtschaftspolitischen Beratung gesehen. Die WGL stellt die sechs deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute regelmäßig auf den Prüfstand. Von ihrem Votum hängt die weitere Förderung durch Bund und Länder ab.

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