James Owen
Streit um TNK-BP verschleißt Personal

Konflikt beim russisch-britischen Ölkonzern eskaliert: Finanzchef James Owen wirft hin – Schicksal von Vorstandschef Robert Dudley offen.

DÜSSELDORF. Der Machtkampf beim russisch-britischen Ölkonzern TNK-BP fordert sein erstes hochkarätiges Opfer. James Owen, der Finanzchef des Unternehmens, will sein Amt Ende August niederlegen. „Die vorhandenen Gegensätze zwischen den Aktionären lassen mich meine Pflichten als Finanzdirektor nicht unparteiisch erfüllen“, begründete Owen seine Entscheidung. Sein Chef, der TNK-BP-Vorstandsvorsitzende Robert Dudley, bedauerte diesen Entschluss. „Wir werden James vermissen“, hieß es in einer Stellungnahme. Owen sei sehr schwer zu ersetzen. Auch die russische Seite lobte offiziell Owens Arbeit.

Auf Dudley kommen nun noch mehr Probleme zu. Mit Owen verliert er einen Branchenexperten, der beim US-Ölgiganten Chevron mehr als 20 Jahre lang die Finanzen ordnete und beim Konsortium Tengizchevroil auch Erfahrung bei der Zusammenarbeit zwischen Westkonzernen und Unternehmen aus der Ex-Sowjetunion sammelte.

Nichts jedoch konnte Owen auf das vorbereiten, was derzeit bei TNK-BP abläuft. Dabei müssten die beteiligten Partner, der britische Ölkonzern BP und das russische Konsortium AAR, mit ihrem Gemeinschaftsobjekt eigentlich höchst zufrieden sein. TNK-BP hat im ersten Halbjahr 2008 seinen Umsatz um 66 Prozent auf 28,3 Milliarden Dollar gesteigert. Der Gewinn hat sich auf 4,7 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Seit seiner Gründung hat TNK-BP seinen Aktionären mehr als 18 Milliarden Dollar Dividende gezahlt.

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