Kalbfell hat beues Angebot
Rolls-Royce-Chef verlässt BMW

Erneuter Wechsel an der Spitze der Nobelmarke Rolls Royce. Karl-Heinz Kalbfell legt mit sofortiger Wirkung seinen Posten nieder. Der 54-jährige habe ein Angebot eines anderen Unternehmens erhalten, sagte ein BMW-Sprecher. Um welches Unternehmen es sich dabei handele, ließ er offen.

HB MÜNCHEN. Bis ein Nachfolger für Kalbfell gefunden wird, übernimmt BMW-Finanzvorstand Stefan Krause die Leitung der Luxusmarke. Kalbfell war erst Ende Mai an die Rolls-Royce-Spitze gewechselt und löste damals Tony Gott ab. Er war vor seinem Chefposten bei der britischen Nobelmarke BMW-Marketingchef und hatte auch bei Rolls-Royce besonderes Augenmerk auf den Ausbau des Vertriebs gelegt.

Der 54 Jahre alte Kalbfell selbst habe das Unternehmen darum gebeten, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden. „Kalbfell wird eine neue Aufgabe außerhalb der BMW Group übernehmen“, hieß es. Ein BMW-Sprecher sagte, das Ausscheiden Kalbfells habe nichts mit der wirtschaftlichen Entwicklung bei Rolls-Royce zu tun. „Die Dinge haben sich sehr gut weiterentwickelt“, sagte er zur Lage bei dem Luxusauto-Hersteller.

Die Verkäufe von Rolls-Royce ließen es bislang als schwierig erscheinen, das Jahresabsatzziel von 1000 Fahrzeugen des Luxus-Modells Phantom zu erreichen. Kalbfell hatte aber große Hoffnungen in die beiden letzten Monate des Jahres gesetzt. Von Januar bis September hatte Rolls-Royce 485 Fahrzeuge abgesetzt.

Der BMW-Sprecher sagte auch mit Blick auf die Auftragsentwicklung, die Verkäufe würden im Schlussquartal „noch einen guten Satz machen“. Die Absatzplanung bleibe bestehen, ergänzte er. Der Sprecher verwies aber auch auf Aussagen von Konzernchef Helmut Panke, wonach der Konzern für die Marke Rolls-Royce nicht auf das Erreichen eines Absatzes von genau 1000 Fahrzeugen festgenagelt sei. Für das kommende Jahr peilt BMW den Verkauf von 1200 Phantom an.

Auch Kalbfell hatte stets darauf verwiesen, dass die typischen Rolls-Royce-Kunden zum Jahresende von Ausschüttungen und Bonuszahlungen profitierten. Der Manager hatte fast drei Jahrzehnte für BMW gearbeitet. Auf die Frage, ob Kalbfell zu einem anderen Autokonzern wechselt, lehnte der BMW-Sprecher eine Stellungnahme ab. Auch die Konkurrenten Daimler-Chrysler und VW haben mit den Marken Maybach und Bentley Fahrzeuge im Top-Luxus-Segment auf dem Markt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%