Klage zurückgezogen
WestLB einigt sich mit Ex-Chef

Die WestLB zieht ihre Klagen gegen die ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Sengera und sieben Ex-Vorstände zurück. Aus dem Umkreis des Verwaltungsrates wurde am Sonntag ein Bericht des Magazins „Der Spiegel“ über einen Kompromiss im Streit mit den ehemaligen Managern bestätigt. Es gäbe eine materielle Einigung.

pk FRANKFURT. Daher fließe ein Betrag von 15 Mill. Euro in die Bilanz der WestLB als außerordentlicher Ertrag. Nach dem Geldeingang werde der Aufsichtsrat die Klage gegen die früheren WestLB-Vorstände zurückziehen. Die Hauptversammlung der WestLB habe den Kompromiss mit den Versicherern der früheren Führungskräfte ohne Gegenstimmen bei einigen Enthaltungen gebilligt. „Das ist ein gutes Ergebnis, weil so ein langwieriger Rechtsstreit mit ungewissem Ausgang vermieden wurde“, hieß es in Aufsichtsratskreisen. Wenn die alten Fehler der Bank erneut in der Öffentlichkeit behandelt worden wären, hätte dies die Neuausrichtung der Bank überschattet.

Erst vor wenigen Monaten hatte die Bank beim Landgericht Düsseldorf eine Schadensersatzklage über 125 Mill. Euro eingereicht. In der Klage gegen die Ex-Vorstände ging es um einen Großkredit der Bank für den britischen TV-Verleiher Boxclever im Jahr 1999. Nach einer Schieflage des Unternehmens zogen die Kredite Wertberichtigungen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro nach sich, was Mitauslöser für die Krise bei der WestLB war.

Ein Gutachten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte Mängel bei der Überwachung des Engagements festgestellt, was Sengera im Juni 2003 nach nur zwei Jahren seinen Job als Vorstandsvorsitzenden kostete.

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