Kommentar zum Kefer-Abgang
Hybris im Bahntower

Der Abgang des Vorstandsvizes Volker Kefer war nicht mehr aufzuhalten, kommt für Konzernchef Grube aber zur Unzeit. Der Bahnchef wird sich nun wohl allein um das Zukunftsprogramm der Bahn kümmern müssen. Ein Kommentar.

BerlinVolker Kefer ist, genauer gesagt er war, der wichtigste Mann bei der Deutschen Bahn. Kefer verantwortet seit zehn Jahren den Zustand von Technik und Schienennetz, seit einem Jahr auch das Milliarden schwere Sanierungsprogramm. Trotzdem kennt ihn kaum jemand. Gibt es Ärger mit der Bahn, bekommt den Vorstandschef Rüdiger Grube auf den Tisch. Grube steht für Öffentlichkeit und auch für die Politik in der Pflicht. Die Deutsche Bahn ist Grubes Bahn.

Jetzt erst recht. Kefer, der wegen massiver Zugverspätungen durch schlechtes Baustellenmanagement und neuer Probleme beim umstrittenen Grußprojekt Stuttgart 21 unter Druck geraten war, tritt ab. Dem Manager war wohl...

 
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