Konzernführung wechselt schneller
Und plötzlich ist der Chef weg

PremiumSpektakuläre Abberufungen von Chefs waren in Deutschland lange Zeit ein Tabu. Das hat sich seit dem Jahr 2015 geändert. Beim Wechsel in Deutschlands Topetagen geht es zunehmend hektischer zu als früher.

Zwei große Konzerne mit großen Problemen: Deutsche Bank und Volkswagen. Und beide eint noch etwas: Sie haben mit John Cryan und Matthias Müller seit vergangenem Jahr neue Chefs – ungeplant und plötzlich, weil ihre Vorgänger nach Ansicht der Aktionäre und Aufsichtsräte nicht mehr gut genug für den Job waren.

Beim Wechsel in Deutschlands Topetagen geht es zunehmend hektischer zu. Viele Jahre galt die Devise: Nur in wirtschaftlich schlechten Zeiten wie zuletzt 2009 wechselt das Führungspersonal häufiger. Doch diese Schönwetterregel hat ausgedient. Trotz prosperierender Wirtschaft nahmen im vergangenen Jahr 16,7 Prozent der Vorstandschefs der 300 größten börsennotierten Unternehmen im deutschsprachigen...

 
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