Kurzinterview
Zu Höchstleistungen anspornen

Bettina Würth, seit März Vorsitzende des Beirats der Würth-Gruppe im hohenloheschen Künzelsau, zu Fragen der Personalentwicklung in Familienunternehmen.

Ist es in einem Familienunternehmen leichter als in anderen Unternehmen, als Frau bis an die Spitze zu gelangen?

Bei Würth nicht. Unser Unternehmen ist nicht auf die Familie zugeschnitten. Verantwortung bekommt nur, wer sich für die Aufgaben qualifiziert. Das war bei mir nicht anders als bei den Kollegen, ich habe als Azubi angefangen und mich Stück für Stück weiterentwickelt. Teilweise hatte ich sogar das Gefühl, mich noch stärker als die anderen beweisen zu müssen, weil ich als Tochter des Chefs sehr stark unter Beobachtung stand und eine gewisse Distanz gespürt habe.

Personalentwicklung ist der erklärte Schwerpunkt Ihrer Arbeit - warum?

Die strategische Entwicklung des Bereichs Personal bei Würth war schon immer ein wichtiges Thema für mich. Bei über 50.000 Mitarbeitern ist das Management sich der Bedeutung, die der einzelnen Mitarbeiterin und dem Mitarbeiter zukommt, bewusst. Ich habe deshalb mehrere Programme für die individuelle Förderung ins Leben gerufen. Besonders liegt mir der Nachwuchs am Herzen. Bei Würth haben wir sehr gute Erfahrungen damit gemacht, das Top Management aus den eigenen Reihen zu besetzen. Daher haben wir ein Förderprogramm für High Potentials gestartet, um so intern Nachwuchs für die Top Management Ebene auszubilden. Seit 2002 haben 200 High Potentials das Förderprogramm durchlaufen. Davon befinden sich heute 100 Manager in weiterführenden Positionen und 25 in Geschäftsführerpositionen.

Sind Frauen eigentlich die besseren Personalentwickler?

Für mich hat das Thema "Frau" nie eine besondere Rolle gespielt. Ich glaube nicht, dass jemand auf Grund seines Geschlechts besser oder schlechter für bestimmte Aufgaben geeignet ist. Was zählt, sind der Charakter und die persönliche Leistung - das gilt für Personalentwicklung genauso wie für andere Managementaufgaben.

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