Leistungsbezogene Entlohnungssysteme vermehrt auch bei tariflich Bezahlten
Unternehmen überprüfen ihre Personalabteilungen

Fast die Hälfte der Firmen will die Personalarbeit zentralisieren. Zudem sollen neue technische Lösungen die Kosten senken.

jl/tö DÜSSELDORF. Unternehmen in Deutschland halten ihre Personalabteilungen für ineffizient. Dies ergab die neue Umfrage des Handelsblatt Business Monitors. Das Psephos-Institut hat dafür im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. im September 871 Führungskräfte der deutschen Wirtschaft befragt. Personalabteilungen müssen demnach damit rechnen, dass die Unternehmen die Strukturen dieser Abteilungen ändern werden.

44 Prozent der befragten Unternehmen planen laut der Umfrage, ihre Personalarbeit zu zentralisieren. Personalabteilungen für jeden einzelnen Unternehmensteil müssen sich demnach einer Überprüfung unterziehen. 30 Prozent der Unternehmen wollen verstärkt auf neue technische Lösungen setzen: Intranet und Call Center sollen die Kosten der Personalverwaltung senken. „Die Deutsche Lufthansa hat bereits eine Serviceplattform für die Fragen der Mitarbeiter“, berichtet Juan Rigall, Partner der Unternehmensberatung Droege aus Düsseldorf: „Auch Procter & Gamble, die Hypovereinsbank, Daimler-Chrysler und die Deutsche Bank haben bereits Call Center errichtet und nutzen moderne Technologien zur Produktivitätssteigerung.“

BASF-Personalleiter Hans-Carsten Hansen ergänzt: „Wir haben ein Direktberatungszentrum eingerichtet, das für alle Mitarbeiter der erste zentrale Ansprechpartner für alle Personalfragen ist. Im Intranet können sie zudem vieles selbst erledigen wie Urlaub beantragen, Adresse und persönliche Daten ändern oder Mitarbeiteraktien bestellen.“

Erst an dritter Stelle folgt das Outsorcing an externe Dienstleister mit 29 Prozent. Die Möglichkeiten reichen dabei vom Auslagern der Gehaltsabrechung bis hin zum Outsourcing der kompletten Personalabteilung an externe, darauf spezialisierte Firmen. Berater Rigall sieht die Zukunft der Personalabteilungen stark differenziert: „Die einen werden sich nur noch um die Entwicklung der Mitarbeiter sowie die Anreizsysteme kümmern und das Abwickeln der Standarddienstleistungen auslagern. Die anderen werden bei vollintegrierten Personalabteilungen bleiben.“

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