Michael Frenzel zwischen ITB und Bilanzzahlen
Frühlingserwachen in Hannover

Bevor Michael Frenzel in den Osterurlaub geht, muss er noch eine Pflichtaufgabe absolvieren: Am Mittwoch ist Bilanzpressekonferenz der Tui.

BERLIN. Für den Vorstandschef von Europas größtem Reisekonzern könnte die Präsentation der Zahlen zum frühlingshaft heiteren Osterspaziergang frei nach Goethe geraten: „Vom Eise befreit ...“

Denn so gut wie derzeit ging es der Tui schon lange nicht mehr. Die Buchungszahlen stimmen, der Aktienkurs marschiert. Schon auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin letzte Woche schien der Konzernchef wie ausgewechselt. Auf einem Empfang der Tui erwies er sich als allgegenwärtiger Gastgeber, suchte locker, freundlich bis in den späten Abend den Dialog mit Touristikern und Journalisten.

Der Tui-Chef zeigte einfach, welche Tonnenlasten von seinen Schultern genommen wurden, weil die Branche ihren durch Krieg und Krisen eingeleiteten Niedergang endgültig stoppen konnte - klar, dass der europäische Marktführer davon besonders profitiert.

Wo andere lediglich in ihren Strukturen überleben oder diese Strukturen fürs Überleben anpassen mussten, da erwischte Frenzel der Branchenabsturz in der Phase des grundlegenden Wandels: Er war ja gerade dabei, aus dem Industriekonglomerat Preussag den Reisedienstleister Tui zu entwickeln. Einen Konzern, der alle Stufen der Wertschöpfung vom Reisebüro über Flug und Hotel bis zum Mietwagen unter einem Dach vereinigt.

Und der Konzernumbau war noch nicht alles: Das monatelange, letztlich aber erfolgreiche Gezerre um den Verbleib der Tui-Aktie im Dax, das durch Hedge-Fonds-Spekulationen verschärft wurde, legte vergangenen Sommer auf Monate die Unternehmensführung lahm.

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