Nahrungsmittelbranche
Pepsi erhält eine Chefin

An der Spitze des Getränke- und Nahrungsmittelherstellers PepsiCo steht ein Wechsel bevor: Der erfolgreiche Konzernchef und Verwaltungsratsvorsitzende Steve Reinemund macht Platz für Indra Nooyi, bisher Finanzchefin des Konzerns. Sie hatte maßgeblich dazu beigetragen, PepsiCo breiter auf- und dadurch aufs Erfolgsgleis zu stellen.

HB PURCHASE. Wie der Verwaltungsrat des Unternehmens am Montag mitteilte, wird Reinemund zum 1. Oktober als CEO ausscheiden. Sein Amt als Verwaltungsratsvorsitzender wolle er bis April 2007 ausüben und dann in den Ruhestand gehen. Er wolle mehr Zeit für seine Familie haben, begründete Reinemund seine Entscheidung. Er hatte 22 Jahre für PepsiCo gearbeitet, davon fünf als Konzernchef.

Die 50 Jahre alte Indra K. Nooyi ist eine angesehene Unternehmensstrategin, die an der Seite von Reinemund maßgelblich an der erfolgreichen Wachstums- und Diversifikationsstrategie von PepsiCo mitgewirkt hat. Die gegenwärtigen Aufgaben Nooyis werden geteilt und zwei PepsiCo- Veteranen übertragen. PepsiCo, in Deutschland vor allem durch Erfrischungsgetränkemarken wie Pepsi-Cola oder Mirinda bekannt, ist auch der weltgrößte Anbieter von Knabbergebäck und besitzt die Nahrungsmittelsparte Quaker Foods.

Nooyi war die Hauptarchitektin der PepsiCo-Restrukturierung. Dazu gehörten etwa die Ausgliederung der Restaurants in die Firma Yum! Brands, die Verselbstständigung der firmeneigenen Abfüllanlagen sowie der Kauf des Fruchtsaftanbieters Tropicana und des Nahrungsmittelkonzerns Quaker Oats. Der Quaker-Kauf brachte PepsiCo auch die wichtige Gatorade-Sportgetränkesparte.

Nooyi war seit Mai 2001 Präsidentin und hatte ihren Posten als Finanzchefin von PepsiCo im Februar 2000 angetreten. Sie war 1994 als Vizepräsidentin für strategische Planung zu PepsiCo gekommen. Zuvor hatte sie bei Asea Brown Boveri, Motorola und der Unternehmensberatungsfirma Boston Consulting gearbeitet. Nooyi hatte ihre berufliche Karriere in Indien beim Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson und bei der Textilfirma Mettur Beardsell begonnen.

Unter der Führung von Reinemund hatte PepsiCo den Umsatz zwischen 2001 und 2005 um mehr als neun Milliarden Dollar und den Gewinn um 70 Prozent erhöht und dem Branchenführer Coca-Cola immer härtere Konkurrenz gemacht. PepsiCo setzte im ersten Halbjahr 2006 mit 175 000 Mitarbeitern rund 15,8 Milliarden Dollar um und verdiente 2,4 Milliarden Dollar.

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