Neue Verdächtige
Madoff-Skandal weitet sich offenbar aus

Im wohl größten Betrugsfall der Finanzgeschichte haben die Ermittler laut US-Medien einen engen Mitarbeiter und einen Wirtschaftsprüfer des Wall-Street-Managers Bernard Madoff ins Visier genommen.

HB NEW YORK. Die Behörden suchten weiter nach möglichen Helfern in dem gigantischen "Schneeball-System" mit einem geschätzten Schaden von 50 Mrd. Dollar, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag.

Die Ermittler untersuchten die Rolle des seit mehr als 30 Jahren in Madoffs Firma arbeitenden Frank DiPascali, so das Blatt unter Berufung auf einen Insider. Der 52-Jährige sei Madoffs rechte Hand gewesen. Bisher werde ihm aber nichts zur Last gelegt. Sein Anwalt sagte der Zeitung lediglich, DiPascali wolle, dass die Anleger so viel Geld wie möglich zurückbekämen. Ein Wirtschaftsprüfer des unter Hausarrest stehenden Madoff sei zudem von den Behörden vorgeladen worden. Er solle den Ermittlern bis Anfang nächster Woche zahlreiche Unterlagen vorlegen, berichtete das Blatt.

Unterdessen werden immer neue, bereits frühzeitige Warnungen vor Madoff bekannt. Eine ganze Reihe von Fondsgesellschaften habe ihre Kunden in den vergangenen Jahren mehr oder weniger deutlich vor möglichen Gefahren gewarnt, so die "Financial Times". Die US-Börsenaufsicht SEC hatte bereits eingeräumt, frühzeitige Hinweise auf den jahrzehntelangen Mega-Schwindel des heute 70-Jährigen nicht ausreichend beachtet zu haben.

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