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Neuer EADS-Raumfahrtchef will Entwicklungskompetenzen erhalten

Der designierte neue Präsident von EADS Space Transportation, Evert Dudok, sieht den Erhalt von Raumfahrt- Entwicklungskompetenzen in Europa als vordringliche Aufgabe an.

dpa PARIS/BREMEN. Der designierte neue Präsident von EADS Space Transportation, Evert Dudok, sieht den Erhalt von Raumfahrt- Entwicklungskompetenzen in Europa als vordringliche Aufgabe an.

Der Konzern müsse beim Bau neuer Trägersysteme und sinnvoller Technologien in der Zukunft schlagkräftig sein, sagte er der dpa am Rande der internationalen Luft- und Raumfahrtmesse in Paris-Le Bourget. Die Minister der europäischen Weltraumagentur Esa sollten dazu auf ihrer Konferenz im Dezember Lösungen finden. „Wir brauchen Trägerraketen zu niedrigen Kosten. Ob wieder verwendbar oder nicht, das ist im Moment nicht entschieden.“

Der 46-Jährige soll Nachfolger von Josef Kind werden, der am 30. Juni in den Ruhestand gehen wird. Dudok stieg im Jahr 1981 als Entwicklungsingenieur beim früheren Luft- und Raumfahrtkonzern Dasa ein. Seit 2002 ist er Leiter des Geschäftsbereichs Erdbeobachtung, Navigation und Wissenschaft bei EADS. Er ist zuständig für entsprechende Satellitenprojekte in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, darunter auch das neue europäische Navigationssystem Galileo.

Der in Venlo (Niederlande) geborene Dudok ist verheiratet und hat zwei Kinder. Mit der neuen Aufgabe sei er auch für den gesamten Bereich der Trägerraketen und Infrastrukturen verantwortlich, sagte Dudok. „Dies ist eine enorme Herausforderung und eine schöne Aufgabe, auf die ich mich freue.“

Zunächst muss laut Dudok die Ariane-5 als robuste Trägerrakete nach dem Vorbild des Vorgängermodells Ariane-4 stabilisiert werden. Daneben stünden Überlegungen, ob und wie die Zusammenarbeit in dem industriellen Konsortium zwischen EADS und Arianespace optimiert werden könne. „Es gibt Schnittstellen, die verbesserungsfähig sind.“ In einem nächsten Schritt sei zu prüfen, was der Markt an Trägerraketen der Zukunft verlange und welche europäischen Kooperationen - etwa mit Russland oder anderen Nationen - denkbar seien.

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