„Persönliche Gründe“
Nokia Siemens bekommt nach zwei Monaten neuen Finanzchef

Der Finanzchef des Netztechnik-Gemeinschaftsunternehmens Nokia Siemens Networks (NSN) gibt sein Amt nach nur zwei Monaten wieder ab. Über die Gründe ist nur wenig bekannt.

HB MÜNCHEN. Peter Schönhofer verlasse den Netzausrüster aus persönlichen Gründen, teilte NSN am Freitag ohne weitere Einzelheiten mit. Der bisherige NSN-Vorstand für Restrukturierung, Eric Simonsen, werde ab sofort das Finanzressort führen. Der Rückzug Schönhofers, der vor der Gründung von NSN am 1. April Finanzchef von Siemens Österreich war, habe nichts mit dem Thema Korruption zu tun, sagte ein Sprecher. Es sei eine rein persönliche Entscheidung.

Siemens, das sein Geschäft mit Daten- und Telefonnetzen in das Joint Venture mit der federführenden Nokia eingebracht hatte, wollte sich zu der Personalie nicht äußern. Der Münchener Technologiekonzern macht seit Monaten mit seiner Schmiergeldaffäre Schlagzeilen. Im Geschäftsbereich Kommunikation hatten Manager über Jahren Gelder in schwarzen Kassen verschwinden lassen, um daraus Bestechungsgelder für Aufträge zu nehmen. Es geht um mindestens 420 Mill. Euro.

Der neue Finanzchef Simonsen hatte verschiedene Posten bei den Telefon- und Netzunternehmen Worldcom und Cable & Wireless und dem US-Finanzdienstleister Allmerica. Vor seinem NSN-Eintritt arbeitete der Amerikaner zuletzt bei der Unternehmensberatung Alix Partners als Managing Director. Diesen Posten werde er trotz seines neuen Vollzeitjobs bei NSN beibehalten, teilte das Unternehmen mit.

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