Personalentwicklung
Nicht im eigenen Saft schmoren

Personalentwicklung ist eine der wichtigsten Stellschrauben für Innovationen. In den Weiterbildungsprozess müssen folglich alle Mitarbeiter einbezogen werden. Doch gerade in kleineren Betrieben wird diese Kultur selten gepflegt und die Wichtigkeit von Wissenserwerb und Weiterbildung, von externem Wissen, eher als kostenträchtige Beraterprosa abgetan.

BERLIN. Den Führungskräften des Marktführers im Baustoffhandel war klar, dass es so nicht weitergehen würde: Der Geburtenknick wird bald zu einem Umsatzknick von geschätzten 40 bis 50 Prozent führen, weil es schlicht weniger junge Leute gibt, die bauen werden. Frage: Was tun? Wie kann das schwächelnde Neubaugeschäft ausgeglichen werden? Wo liegen unerschlossene Marktpotenziale?

Auf die Sprünge helfen sollte die Top Trainings-, Organisations- und Personalentwicklungsgesellschaft aus Saarbrücken. Mit einer fertigen Idee kam Geschäftsführer Rolf Karges und sein Team aber nicht angereist. Aber mit einem Plan, wie sich das Wissen erschließen lässt.

„Um Innovationen zu schaffen und zukunftsfähig zu werden, gibt es heute weder fertige, übertragbare Konzepte, noch helfen Weiterbildungsseminare“, sagt Rolf Karges. Es gehe darum festzustellen, welches Wissen Mitarbeiter benötigen, um die Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit eines Unternehmens zu fördern und wie sich das Know-how erschließen lässt, sofern es nicht in der Firma vorhanden ist.

Im Falle des Baustoffhändlers wurden Daten zur demografischen Entwicklung ausgewertet, Architekten, Bauingenieure und Energiefachberater hinzugezogen, womit das Zukunftsfeld rasch markiert war: energetische Sanierung von Altbauten. Dafür waren die Spezialisten für Neubau aber kaum qualifiziert, was in einem nächsten Schritt anstand. „Wir mussten neues Wissen aufbauen, um die neuen Marktmöglichkeiten ergreifen zu können. Ein Lehrbuch oder Powerpoint-Folien bringen da nichts“, stellt der Berater fest.

Die Frage lautet also heute nicht mehr: Welches Wissen sollen wir vermitteln? Sondern: Welches Wissen ist tauglich, um Veränderungsprozesse anzustoßen. Deshalb halten Experten die Personalentwicklung für eine der wichtigsten Stellschrauben für Innovationen: „Es geht darum, alle Mitarbeiter in den Innovationsprozess einzubeziehen, immer zu fragen, was verbesserungswürdig ist, womit sie zu Trägern von Neuentwicklungen werden“, sagt Karges.

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