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Jörg Asmussen wird Finanzstaatssekretär

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat die Nachfolge von Finanzstaatssekrerät Thomas Mirow bereits festgelegt: Jörg Asmussen soll ihm als Staatssekretär nachfolgen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Ministeriumskreisen. Auch über die Nachfolge des Aufsichtschefs bei der Telekom hat die Bundesregierung inzwischen entschieden.

dri/gof/BERLIN. Asmussen ist zur Zeit Leiter der Abteilung Finanzmarkt- und Währungspolitik. Er soll von Mirow auch den Sitz im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG übernehmen.

Die Bundesregierung entschied inzwischen auch über die Nachfolge des Aufsichtschefs bei der Telekom: Mit Ulrich Lehner wird einmal mehr ein Chef des Düsseldorfer Waschmittel-Konzerns Henkel oberster Aufseher des Telekommunikationskonzerns. Er folgt auf den ehemaligen Post-Chef Klaus Zumwinkel, der wegen der Liechtensteiner Steueraffäre zurück trat. In der Ära vor Zumwinkel hatten seit der Privatisierung 1996 stets ehemalige Henkel-Chefs den Telekom-Aufsichtsrat geführt. Der 61-jährige Lehner legt im April den Vorstandsvorsitz bei Henkel nieder.

Der 55-jährige Mirow soll, wie das Finanzministerium am Donnerstag bekannt gegeben hatte, Präsident der Osteuropabank in London werden. Offenbar steht diesem Wechsel, der mit den Franzosen bereits abgestimmt wurde, nichts mehr im Wege. Offiziell beschlossen wird dies aber erst Mitte Mai im Gouverneursrat der multinationalen Bank, die den Aufbau funktionierender Marktwirtschaften in den ehemals sozialistischen Ländern des Ostblocks fördert.

Mirows 41-jähriger Nachfolger Asmussen hat im Finanzministerium unter Steinbrücks Vorgänger Hans Eichel eine steile Karriere vom Referenten zum Abteilungsleiter hingelegt. Im Zusammenhang mit der IKB-Krise war Asmussen in Kritik auch seitens der Union geraten: Er sitzt für den Bund im Aufsichtsrat der angeschlagenen Mittelstandsbank, die Milliarden mit US-Immobilienkrediten verspielte. Steinbrück hatte die Kritik allerdings stets zurück gewiesen. Die Tatsache, dass Asmussen nun Mirow auch bei der wichtigen Staatsbeteiligung Telekom nachfolgt, dürfte ein Indiz dafür sein, dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Kritik an seiner Rolle bei der IKB nicht teilt.

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