Pharmagroßhändler
Pinger tritt bei Celesio schweres Erbe an

Markus Pinger hat als neuer Vorstandsvorsitzender bei Celesio eine schwierige Aufgabe vor sich. Der Konzern hat zuletzt eher Negativ-Schlagzeilen gemacht und eine Gewinnwarnung ausgegeben.
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Frankfurt/DüsseldorfDass er einen schwierigen Job bewältigen kann, hat Markus Pinger bei Beiersdorf schon bewiesen. So baute er die Medizinprodukte-Sparte um und restrukturierte das Amerika-Geschäft des Konsumgüterunternehmens. Ab dem 15. August kann der 47-Jährige diese Erfahrung als neuer Vorstandsvorsitzender bei Celesio einsetzen. Denn bei dem in Stuttgart ansässigen Pharmagroßhändler und Apothekenbetreiber sinken die Gewinne, auch weil in den staatlichen Gesundheitssystemen Europas gespart wird.

Klar und bestimmt, dabei offen und sympathisch tritt der gebürtige Leverkusener auf. Wie er Celesio weiterentwickeln will, dazu hat er derzeit noch kein fertiges Programm in der Tasche. „Das wäre ja auch vermessen“, sagt er. Die bisherige Strategie von Celesio, das Geschäft mit freiverkäuflichen Medikamenten und Produkten in Apotheken auszubauen, ist auch für ihn eine Option.

Celesio ist mit mehr als 23 Milliarden Euro Umsatz und 265 Millionen Euro Gewinn neben dem Metro-Konzern eine wichtige Beteiligung des Duisburger Familienkonzerns Haniel. Doch zuletzt waren die Schlagzeilen eher negativ: Der langjährige Vorstandschef Fritz Oesterle scheidet nach Differenzen mit Haniel-Chef Jürgen Kluge Ende Juni bei Celesio aus. Und eine Gewinnwarnung schreckte die Märkte.

Pinger tritt damit ein schweres Erbe an, ist aber optimistisch, auch für den Mehrheitsaktionär Haniel. „Man muss sich nur die Entwicklung anschauen, die Celesio, ausgehend vom einstigen Pharmahandel Gehe, zum Marktführer in Europa gemacht hat“, sagt er.

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