Philip Falcone
Fünf Jahre Berufsverbot für Hedgefonds-Titan

Die US-Börsenaufsicht SEC stellt den bekannten Hedgefonds-Manager Philip Falcone kalt. Der Milliardär wird mit einem fünfjährigen Berufsverbot in der Finanzbranche belangt. Doch er wird auch zur Kasse gebeten.
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Fünf Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise greift die US-Börsenaufsicht SEC durch und stellt den umstrittenen Hedgefonds-Manager Philip Falcone kalt. Der Milliardär werde mit einem fünfjährigen Berufsverbot in der Finanzbranche belegt, teilte die SEC am späten Montagabend mit. Die Behörde legt dem 51-Jährigen zur Last, in der Krise einige Anleger bevorzugt behandelt zu haben.

Zudem soll sich Falcone illegal an dem Hedgefonds bedient und sich selbst einen 113 Millionen Dollar schweren Kredit bewilligt haben, um private Steuern zu zahlen. Das Darlehen zahlte er später zurück. Allerdings kamen einige Investoren des Fonds in dieser Zeit nicht an ihr Kapital.

Der Gründer des Hedgefonds Harbinger Capital muss eine Strafe in Höhe von 11,5 Millionen Dollar zahlen. Sein Fonds muss noch einmal 6,5 Millionen Dollar drauflegen. Zudem gibt Falcone ein umfangreiches Schuldeingeständnis ab. Die Einigung der SEC mit Falcone muss noch von einem Bundesrichter abgesegnet werden. Falcone ließ mitteilen, er sei mit dem Kompromiss zufrieden. "Diese Sache abzuhaken, ist der beste Weg für mich und unsere Investoren."

Falcone zählte noch vor einigen Jahren zu den Stars der Investmentbranche. Er hatte rechtzeitig erkannt, dass der US-Hypothekenmarkt kippt und massiv gegen so genannte Subprime-Papiere gewettet - und damit zunächst enorm viel Geld verdient. Mit dem Platzen der Immobilienblase in den USA wurde 2007 die weltweite Finanzkrise ausgelöst: Hausbesitzer konnten ihre Hypotheken nicht mehr bedienen, die Banken saßen auf einem Berg fauler Kredite und hypothekenbesicherter Wertpapiere.

Als die Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 kollabierte, eskalierte die Lage, die Finanzmärkte gingen weltweit in die Knie. Das bekam auch Falcones Fonds zu spüren. Dem Schuldeingeständnis zufolge ließ er einige Investoren in dieser Zeit ihr Geld aus dem Fonds abziehen, anderen verweigerte er dies.

Außerdem verlor Falcone später viel Geld mit Start-up-Unternehmen. Sein Fonds hatte einst 26 Milliarden Dollar an Anlegergeldern verwaltet. Anfang des Jahres waren es nur noch rund drei Milliarden Dollar. Während er 2007 für seine Investoren Wachstumsraten von 116 Prozent erwirtschaftete, verlor er 2008 mehr als 20 Prozent.

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„Falcone muss nun einen hohen Preis zahlen“

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