Prozess gegen Ex-WestLB-Manager beendet
Sengera vom Vorwurf der Untreue freigesprochen

Der frühere WestLB-Chef Jürgen Sengera ist am Donnerstag vom Landgericht Düsseldorf vom Vorwurf der Untreue freigesprochen worden. Nach dem gut sechsmonatigen Prozess sah das Gericht keine Beweise für eine strafbare Handlung des 64-jährigen Managers.

ap DÜSSELDORF. Die Staatsanwaltschaft hatte Sengera vorgeworfen, durch die leichtfertige Vergabe eines Kredites an die britische Fernseh-Verleihfirma Boxclever einen Schaden von mindestens 427 Millionen Euro für die WestLB verursacht zu haben. Sie forderte deshalb für den Manager eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren sowie eine spürbare Geldbuße. Die Verteidigung beantragte dagegen Freispruch.

Brigitte Koppenhöfer, die Vorsitzende Richterin der 14. Großen Strafkammer, hatte bereits beim Ende der Beweisaufnahme erklärt, das Gericht sehe keine Beweise für eine strafbare Handlung des Managers. Zwar sei die Vergabe eines Milliardenkredits an das britische TV-Verleihunternehmen Boxclever im Jahr 1999 offensichtlich ohne ausreichende Prüfung erfolgt und letztlich pflichtwidrig gewesen. Das Risiko des Geschäfts habe Sengera auf Grund seiner Erfahrung auch bewusst sein müssen, sagte die Richterin. Doch fehlt es nach Auffassung des Gerichts an dem für den Tatbestand der Untreue notwendigen Tatvorsatz.

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