Ralf Frank und Peter König treten Nachfolge als Geschäftsführer der DVFA an
Diehl verlässt Analystenverband

Sie hat den Analystenverband DVFA in die Topliga der Berufsverbände am europäischen Kapitalmarkt gebracht. Nun möchte sie offenbar mehr ihr Privatleben genießen. Ulrike Diehl, 50, seit 1991 geschäftsführende Gesellschafterin der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management DVFA GmbH, scheidet zum 31. März als Geschäftsführerin und Gesellschafterin aus dem Unternehmen aus.

HB DÜSSELDORF. In Diehls Nachfolge stehen als gleichberechtigte Mitglieder der Unternehmensleitung Ralf Frank, MBA, der bereits seit 1. Januar Geschäftsführer der DVFA GmbH ist, und Peter König, der zum 1. März zum Geschäftsführer des Unternehmens bestellt wurde.

Die persönlichen Gründe für die Entscheidung von Diehl liegen, so scheint es, auf der Hand. Seit 2003 ist sie mit Otto Loistl, Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien verheiratet. Die DVFA GmbH übernimmt die bisher von Frau Diehl gehaltenen Geschäftsanteile

In der Ära Diehl hat sich das Berufsbild des DVFA-Kapitalmarktexperten konsolidiert. Denn im Schatten spektakulärer Unternehmenspleiten ist die Arbeit der Analysten zunehmend in das Kreuzfeuer der Kritik geraten. In dieser Zeit sei es nicht zuletzt das Verdienst der DVFA unter Leitung von Diehl gewesen, die Grundlagen für objektivere Analysen geschaffen zu haben, meint Willi Bender, Vorstandsmitglied der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre e.V. (SdK).

Der Verband etablierte Best-Practice-Standards, insbesondere für die regelgerechte Berufsausbildung und Berufsausübung sowie für Analystenkonferenzen. Insider bezeichnen Frau Diehl als geradlinig, geschäftstüchtig und angenehm im Umgang. Sie sei eine „sehr effektive Arbeiterin“, rede nicht lange drum herum, sondern komme direkt zum Punkt, sagt ein Fondsmanager. Künftig will sie sich weiter mit Fragen des Kapitalmarkts, insbesondere dessen Regulierung, beschäftigen und der DVFA beratend zur Verfügung stehen.

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