Rolf Elgeti
Ein Überflieger startet durch

In den Finanzmetropolen dieser Welt hat sein Name immer noch einen sehr guten Klang: Rolf Elgeti war als Aktienstratege bekannt – ab Mittwoch ist er Chef der TAG Immobilien. Die Vorschusslorbeeren und Erwartungen an den 32-Jährigen sind groß.

FRANKFURT. Der Stil solcher Studien kommt Rolf Elgeti noch immer bekannt vor, verfasste er sie als Analyst doch früher selbst. „Der Vorstandswechsel dürfe sich aufgrund des siebenjährigen Track Record von Herr Elgeti im Immobilienbereich positiv auf den Newsflow auswirken“, schreiben Frank Laser und Torsten Klingner vom Hamburger Analysehaus SES Research nach einem ersten Treffen mit dem neuen Vorstandschef der Hamburger TAG Immobilien AG.

Seinen Job als Chef und Nachfolger des ausscheidenden Andreas Ibel tritt der 32-Jährige zwar erst am Mittwoch an, die Vorschusslorbeeren sind jedoch groß, seit die Personalie vor zwei Wochen bekannt wurde. Denn der Name Rolf Elgeti hat vor allem in den Finanzmetropolen dieser Welt noch immer einen sehr guten Klang. Auch wenn er die Bankenwelt im Frühjahr 2007 verlassen hat und – für viele überraschend – plötzlich ostdeutsche Wohnimmobilien als besonders renditeträchtiges Investment ausmachte. Als selbstständiger Kaufmann verwaltete er von da an von Berlin aus Immobilienfonds, die in Erfurt, Potsdam oder Rostock investierten. „Natürlich ist der Frankfurter Opernplatz eine sehr gute Lage. Aber das weiß jeder, und da will auch jeder hin“, begründete er einst seine einfache wie einleuchtende Philosophie.

Der Schwenk weg vom Leben vor dem Bloomberg-Terminal hin auf den Vorstandssessel ist nicht ganz so einschneidend, wie er auf den ersten Blick anmutet. Bei TAG Immobilien sitzt er bereits seit Oktober im Aufsichtsrat. Insofern ist der jetzige Schritt eher der nächste in einer Karriere, die bislang schon steil nach oben zeigte.

Als Bauernsohn in Broderstorf in Mecklenburg-Vorpommern geboren wuchs er fern ab von den Finanzmetropolen auf. Aber Elgeti kristallisierte sich schon früh als außergewöhnlich intelligent heraus. Weil ihm die gewöhnlichen zwei Leistungskurse am Gymnasium zu wenig waren, belegte er gleich fünf. Trotzdem stand am Ende die 1,0 als Durchschnittsnote im Abitur-Zeugnis. Das Wirtschaftsstudium in Mannheim schloss er bereits nach nur fünf Semestern ab, nach zwei weiteren hatte er den „MBA“ an der Pariser Elite-Uni Essec in der Tasche.

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