RWE-Tochter
RWE bohrt erfolgreich nach Gas

RWE Dea hat nach eigenen Angaben ein erfolgreiches Jahr bei der Förderung von Öl und Gas hinter sich. Die RWE-Tochter erwartet für 2008 einen Zuwachs bei Umsatz und Ertrag. Für RWE-Chef Jürgen Großmann hat RWE Dea einen hohen strategischen Stellenwert – allein den gegenwärtigen Ölpreis beobachtet der Strom- und Gasversorger mit Sorge.

DÜSSELDORF. „Wir sind mit 2008 zufrieden – auch wenn der sinkende Ölpreis uns in den letzten Monaten getroffen hat“, sagte der Chef der für Exploration und Produktion zuständigen RWE–Tochter, Georg Schöning, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis würden über den Vorjahreswerten liegen. „Es dürfte das zweitbeste Jahr seit Bestehen werden.“ Im kommenden Jahr drohen wegen des drastischen Rutsches des Ölpreises allerdings Einbußen beim Ergebnis.

Der Strom- und Gasversorger RWE hat im Gegensatz zu vielen Konkurrenten ein Standbein in der Öl- und Gasproduktion. RWE Dea ist zwar gemessen an den Branchenriesen wie Exxon oder Shell klein und selbst mit dem deutschen Wettbewerber Wintershall kann das Unternehmen nicht mithalten – RWE Dea setzte 2007 rund 1,7 Mrd. Euro um, Wintershall kommt im Bereich Exploration und Produktion dagegen auf einen Umsatz von 4,4 Mrd. Euro.

Für RWE-Chef Jürgen Großmann hat die Tochter aber einen hohen strategischen Stellenwert, weil sie ihn bei der Beschaffung von Gas unabhängiger macht. Er will die Tochter ausbauen und stellt in den nächsten zehn Jahren ein Budget von elf Mrd. Euro zur Verfügung. Bereits 2012/13 soll sich die Jahresproduktion von sechs auf zwölf Mio. Kubikmeter Öläquivalenten – damit wird der Energieverbrauch von Gas und Öl einheitlich gemessen – verdoppeln.

Um die Förderung auch langfristig hoch halten zu können, muss RWE die Reserven vergrößern. Nach Schönings Worten ist das Unternehmen dabei 2008 gut voran gekommen. Von 45 Bohrungen waren 26 erfolgreich. Das sei mit 58 Prozent eine sehr gute Quote. RWE selbst geht bei den Planungen von 40 Prozent aus.

Dabei handelt es sich zwar nicht nur um Explorationsbohrungen, bei denen nach komplett neuen Vorkommen gesucht wird, sondern auch um so genannte Bestätigungsbohrungen. Hier werden in schon nachgewiesenen Feldern weitere Untersuchungen gemacht – und bei denen ist die Erfolgsquote naturgemäß besonders hoch. Aber auch bei den 31 reinen Explorationsbohrungen hatte RWE in 55 Prozent der Fälle Erfolg.

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