Schenkkreis
Illegale Spiele sind nichtig

Sie finden immer wieder einen Dummen: 2500 Euro zahlte ein Mann für die Teilnahme an einem so genannten "Schenkkreis". Dafür sollte er binnen weniger Wochen das Vielfache dieses Betrages auf seinem Konto verbuchen.

Als das Geld nicht eintraf, forderte der Gutgläubige von den Initiatoren seinen Einsatz zurück. Doch die weigerten sich beharrlich, worauf der Geprellte vor Gericht zog. Dort gaben ihm jetzt in letzter Instanz die Richter des Bundesgerichtshofs Recht (III ZR 72/05 und III ZR 73/05).

Die Vereinbarungen des Schenkkreises seien sittenwidrig und damit nichtig, weil leichtgläubige und unerfahrene Mitspieler ausgenutzt würden, so die Richter. Deshalb müsse der Teilnehmer seinen Einsatz zurückbekommen, stellten sie klar. Alles andere würde die Initiatoren solch fragwürdiger Spiele nur bestärken.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 48 vom 24.11.2005

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