Management
Schlüsseldienst verlangte 180 Euro für drei Minuten Arbeit

Wegen Wucherpreisen von 250 Prozent über den marktüblichen Honoraren muss ein Schlüsseldienst Geld an eine Kundin zurückzahlen

HB MÜNCHEN/HAMBURG. Das Amtsgericht München verpflichtete in einem am Montag veröffentlichten Urteil (Az.: 141 C 27160/03) ein Unternehmen, rund 130 Euro an eine Kundin zurückzugeben. Der Schlüsseldienst hatte 180 Euro für einen Einsatz verlangt, der in der Branche normalerweise lediglich 50 Euro kostet. Der Mitarbeiter benötigte knapp drei Minuten, um die Tür zu öffnen.

Die Klägerin aus Hamburg hatte im Mai vergangenen Jahres den Dienst mit Hauptsitz in München und Filialen im Bundesgebiet beauftragt, ihre Wohnung zu öffnen. Auf der Internetseite warb die Firma mit 41 Euro für die Leistung. Das Unternehmen rechtfertigte den Wucherpreis mit erhöhten Anfahrts-, Personal- und Materialkosten.

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