Schmerzensgeld
Zahnarzt zahlt für schlechte Kronen

Weil ein Zahnarzt Kronen schlecht eingesetzt hat, muss er Schadensersatz zahlen - allerdings nicht in der von einer Klägerin geforderten Höhe.

Eine Patientin warf ihrem Zahnarzt vor, mehrere Zähne unnötig oder fehlerhaft überkront und damit starke Schmerzen und heftiges Zahnfleischbluten ausgelöst zu haben. Sie forderte 20 000 Euro Schmerzensgeld und 4 500 Euro Schadensersatz. Das Oberlandesgericht Koblenz gab ihr Recht, hielt aber 7 000 Euro Schmerzensgeld für ausreichend (5 U 1591/05).

Auch nach ordentlicher Behandlung wären Beschwerden aufgetreten, nur nicht in diesem Ausmaß. Ein Sachverständiger hatte ausgesagt, im Nachhinein könne nicht geklärt werden, ob die Kronen nötig gewesen seien. Pech für den Arzt, der die Behandlung nicht dokumentiert hatte - er ist in der Beweispflicht. Eindeutig war laut Sachverständigem, dass einige Kronen schlecht eingesetzt wurden. So habe der Arzt etwa den korrekten "Zusammenbiss" von Ober- und Unterkiefer missachtet.

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