Skandal
Madoff hatte offenbar Helfer

Der Prozessauftakt von Bernard Madoff rückt immer näher und es gibt immer mehr Gerüchte. Der mutmaßliche Milliarden-Betrüger soll nach Erkenntnissen der Ermittler Helfer gehabt haben. Zwei Mitarbeiter hätten laut Zeitungsberichten ausgesagt, dass sie im Auftrag einer Madoff-Vertrauten Belege für tatsächlich nicht getätigte Handelsgeschäfte fälschen mussten

HB NEW YORK. Das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf informierte Personen. Madoff hatte betont, alleine gehandelt zu haben. Die Ermittler sollen dies von Beginn an bezweifelt haben.

An diesem Donnerstag werde die Staatsanwaltschaft offiziell weitreichende Vorwürfe gegen Madoff präsentieren. Er hatte in der vergangenen Woche auf das Recht verzichtet, seinen Fall vor Gericht vor den Geschworenen einer großen Jury verhandeln zu lassen und will sich laut Medienberichten schuldig bekennen. Die Staatsanwälte wollen sich demnach jedoch nicht auf eine Abmachung über eine Abschwächung der Vorwürfe oder ein niedrigeres Strafmaß einlassen.

Die beiden Mitarbeiter von Madoffs Wall-Street-Firma hätten im Rahmen einer Vereinbarung mit den Ermittlern ausgesagt, die ihnen Straffreiheit garantiere, schrieb das „Wall Street Journal“.

Nach bisherigen Angaben der Behörden gestand Madoff vor der Festnahme im Dezember seinen beiden Söhnen, mit einem „Schneeball- System“ einen geschätzten Schaden von 50 Mrd. Dollar angerichtet zu haben.

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