Sorgerecht
Kein Recht für den Vater

Väter haben es schwer. Selbst wenn sie starke Gründe dafür anführen, dass ihnen das Sorgerecht übertragen wird, kann ihr Antrag schnell scheitern.

Der Vater eines nichtehelichen Kindes beäugte seine Ex-Freundin misstrauisch. In seinen Augen war deren Lebenswandel "unsolide", er fürchtete negative Folgen für das gemeinsame Kind. Als es ihm zu bunt wurde, griff der Südhesse zum Äußersten: Er beantragte beim Familiengericht die Übertragung des Sorgerechts. Doch die Darmstädter Richter lehnten seinen Antrag ab: Das alleinige Sorgerecht bleibe bei der Frau.

Dagegen reichte der Zurückgewiesene Beschwerde beim Oberlandesgericht Frankfurt ein. Doch auch da blieb ihm der Erfolg verwehrt. Nach Ansicht der hessischen Robenträger war eine erneute Prüfung des Sachverhalts unnötig. Die Beschwerde scheitere bereits daran, dass Väter eines nichtehelichen Kindes gar nicht berechtigt seien, gerichtliche Entscheidungen zum Sorgerecht anzufechten (6 UF 228/05).

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