Staatsanwaltschaft ermittelt gegen MTU-Chef wegen seiner Agiv-Zeit
Staatsanwalt ermittelt gegen MTU-Chef

Noch vor einigen Wochen hatte der Mann mit dem grau melierten Haar und der Nickelbrille allen Grund zur Freude. Erfolgreich platzierte Udo Stark als Vorstandschef den größten deutschen Triebwerkshersteller MTU an der Börse. Doch könnte dem 58-Jährigen das Lachen vergehen. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Untreue, bestätigt eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft.

HAMBURG. Die Ermittlungen betreffen ausschließlich Starks Vergangenheit als Vorstandschef des Frankfurter Maschinenbaukonzerns Agiv. „Es besteht der Verdacht, dass Stark eine zu hohe Abfindung ohne rechtlichen Grund erhalten hat“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Nähere Angaben machte sie nicht.

Stark war 1991 zum Vorstandschef der Agiv AG ernannt worden und hatte sein Amt Ende März 2000 niedergelegt. Nach seinem Ausscheiden sollte er eine Abfindung von brutto 12,865 Millionen Mark (rund 6,4 Millionen Euro) erhalten. Das Geld sollte in mehreren Tranchen ausgezahlt werden, heißt es in Starks Aufhebungsvertrag, der dem Handelsblatt vorliegt.

Stark hatte den Agiv-Konzern – mit Rückendeckung des früheren Großaktionärs BHF-Bank in Frankfurt – zerschlagen, weil das Firmenkonglomerat als Ganzes nicht zu verkaufen war. Der Konzern wurde später mit dem Hamburger Immobilienunternehmen HBAG zur Agiv Real Estate AG verschmolzen. Ende vergangenen Jahres musste das Unternehmen wegen Zahlungsschwierigkeiten Insolvenz anmelden.

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