Steve Ballmer
Steve Ballmer fängt Dr. Lu

Seit Monaten wird über eine Übernahme oder eine Zusammenarbiet von Microsoft und Yahoo spekuliert. Derzeit sieht es eher nicht danach aus. Daher macht Microsoft-Chef Steve Balmer Nägel mit Köpfen: Er kauft Yahoo den Suchtechnik-Chef Qi Lu ab. Erneut ein herber Verlust für den Internetkonzern.

BERKELEY. So viel Charmantes hört man gerne: "Es gibt keinen Besseren auf dem ganzen Planeten!" Zwar ist Steve Ballmer, Chef des weltweit größten Software-Unternehmens Microsoft, bekannt für seine großen (und groben) Töne. Doch die extreme Lobpreisung von Qi Lu hat einen besonderen Grund. Mit dem 48-Jährigen hat Microsoft in diesem Jahr bereits den zweiten Top-Manager aus dem Internet-Such-Bereich von Yahoo eingekauft. Mit Lu hat er nicht nur einen promovierten Computer-Wissenschaftler erworben, der selber 20 Patente hält. Er hat auch einen in Online-Werbung erfahrenen Techniker zum Chef über Microsofts Online-Forschung gemacht, der wie kaum ein anderer Yahoo und dessen technische Stärken kennt. Für eine Übernahme und Integration großer Yahoo-Teile ins Reich von Microsoft findet sich gewiss kein Gescheiterer, kein Erfahrener als der Absolvent der Carnegie Mellon University.

"Ich denke, für Microsoft wie für Yahoo wäre ein Search-Deal äußerst vernünftig. Ich bin da zuversichtlich und offen. Das ist nach der Neuanstellung Lus noch genau so richtig, wie es vorher richtig war", beschied Ballmer am Wochenende dem Wall Street Journal. Und der Software-Hüne, dessen Online-Dienste bisher nur rote Zahlen schreiben, macht aus seinem Herzen gar keine Mördergrube: "Offenkundig wäre die Logistik eines solchen Integrations-Manövers sehr viel einfacher, wenn da jemand steuert, der beide Seiten kennt."

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