Strafe wegen Untreue
Bewährungsstrafe gegen Kinowelt-Gründer rechtskräftig

Kinowelt-Gründer Michael Kölmel hat vor dem Bundesgerichtshof (BGH) seine Rolle beim Rettungsversuch der in finanzielle Schieflage geratenen Kinowelt Medien AG verteidigt. Doch der BGH wies die Revision eines Urteils des Landgerichts München zurück.

HB KARLSRUHE. Die Verurteilung des Kinowelt-Gründers Michael Kölmel wegen Untreue und Insolvenzverschleppung ist rechtskräftig.

Der Erste Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) wies am Dienstag die Revision Kölmels und der Staatsanwaltschaft gegen ein entsprechendes Urteil des Landgerichts München zurück. Das Landgericht hatte Kölmel 2004 wegen vierfacher Untreue und Insolvenzverschleppung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten und zu einer hohen Geldstrafe verurteilt.

Das Landgericht sah es unter anderem als erwiesen an, dass Kölmel widerrechtlich eine halbe Million Euro vom Konto der von ihm gegründeten Kinowelt Medien AG an die Sportwelt Beteiligungs GmbH überwiesen hat, obwohl Kinowelt Liquiditätsprobleme hatte und ein Sanierungskonzept im August 2001 endgültig gescheitert war. Außerdem habe Kölmel Geld von einer Kinowelt-Tochterfirma auf sein Privatkonto überwiesen.

Kölmel und die Staatsanwaltschaft, die neun Jahre Haft gefordert hatte, waren gegen das Urteil in Revision gegangen. Das Landgericht habe keine Rechtsfehler gemacht, urteilte der BGH.

Die 1998 am Neuen Markt börsennotierte Münchner Kinowelt Medien AG meldete Ende 2001 Insolvenz an. In Leipzig hat Kölmel inzwischen mit der Kinowelt neu angefangen, nachdem der Insolvenzverwalter die Firma an ihn zurückverkauft hatte. Die Sportwelt, die zunächst Kölmel selbst gehörte, aber von der Kinowelt übernommen werden sollte, hatte Marketingrechte an traditionsreichen Fußballklubs erworben und unterstützte diese im Gegenzug finanziell.

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