Streit um Quartalsberichterstattung
Porsche-Klage stellt Börsenregeln auf den Prüfstand

Nach einer Klage des Stuttgarter Automobilherstellers Porsche verhandelt der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) am Mittwoch in Kassel über die Rechtmäßigkeit der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse.

HB KASSEL. Porsche will damit erreichen, in den so genannten Prime Standard aufgenommen zu werden, ohne jedoch die nach der Börsenordnung vorgeschriebenen Quartalsberichte veröffentlichen zu müssen. Seit dem Börsengang von Porsche im Jahr 1984 hat das Unternehmen nie Quartalsberichte vorgelegt.

Weil diese Zwischenabschlüsse mit Bilanz-, Gewinn- und Verlustrechnung nicht veröffentlicht wurden, strich die Deutsche Börse Porsche aus dem MDax und nahm die Firma nicht in den Prime Standard auf. Die Aufnahme in den Prime Standard ist eine Voraussetzung für die Zulassung in Indizes wie Dax, MDax oder TecDax.

Der Automobilhersteller sieht dagegen in der Veröffentlichungspflicht eine unverhältnismäßige und gesetzeswidrige Anforderung. Er vertritt die Ansicht, dass die Quartalsberichte nur wenig Aussagekraft haben. Vielmehr werde einem damit eine "Kurzatmigkeit" aufgedrängt, so dass langfristige Planungen und Strategien behindert werden, argumentiert Porsche.

Die Deutsche Börse sieht in der Quartalsberichterstattung dagegen ein wesentliches Element der Transparenz, das der Information von Anlegern diene. Porsche könne sich nicht als einziges Unternehmen darüber hinwegsetzen.

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