Swatch-Chef Hayek
„Frage der Freizügigkeit neu überdenken“

Nick Hayek, der Vorstandschef der Swatch Group, gibt sich nach dem Schweizer Votum für eine Zuwanderungsbegrenzung gelassen. Er hält die wirtschaftlichen Folgen des Volksentscheids für begrenzt.
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ZürichNick Hayek, der Vorstandschef der Swatch Group, glaubt nicht, dass die Beziehungen seines Landes zur EU durch den Schweizer Volksentscheid für weniger Zuwanderung dauerhaft belastet werden. „Niemand hat ein Interesse daran, dass die Lage eskaliert, auch die EU nicht“, sagte Hayek dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). „Ich hoffe daher, dass die EU bei der Frage der Freizügigkeit sich flexibel und pragmatisch zeigt. Die Maastricht-Kriterien wurden ja auch zeitweise ausgesetzt“, erklärte er und ergänzte: „Meiner Meinung geht vom Votum der Schweiz ein Signal an ganz Europa aus, die Frage der Freizügigkeit neu zu überdenken.“

Am Sonntag hatten die Schweizer Stimmbürger mit knapper Mehrheit für die Initiative der national-konservativen Partei SVP gestimmt, die eine Wiedereinführung von Höchstgrenzen von Zuwanderern aus der EU fordert. Solche Kontingente stehen jedoch im Widerspruch zu gültigen Verträgen mit der EU. Daher befürchtet beispielsweise der Schweizer Wirtschaftsverband Economiesuisse, dass die EU diese Verträge aufkündigt.

Hayek hält die wirtschaftlichen Folgen des Votums seiner Landsleute gleichwohl für begrenzt: „Ich bin sicher kein Freund von Kontingenten, aber am Ende kommt es immer darauf an, wie das in der Praxis gelebt wird.“ Er sei zuversichtlich, dass Schweizer Unternehmen auch in Zukunft genügend qualifizierte Mitarbeiter aus dem In- und Ausland rekrutieren können.

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