Telekommunikationsüberwachung
Anwälte im Visier der Datensammler

Rufnummern, Datum und Dauer der Verbindungen, verwendete E-Mail-Adressen: Sechs Monate lang lässt sich auf staatliche Anordnung so ziemlich alles speichern, was bei der modernen Telekommunikation anfällt. Absoluten Schutz genießen nur noch Seelsorger, Strafverteidiger und Abgeordnete. Andere Kanzleitelefone dürfen abgehört werden. Eine Belastung für das Vertrauensverhältnis zum Mandanten.

KARLSRUHE. Man wird den Rechtsanwälten wohl nicht Unrecht tun, wenn man ihnen unterstellt, dass sie mitunter die Bedrohung des Rechtsstaats auch dort beschwören, wo sie in Wahrheit die eigenen Pfründe meinen.

Im Fall, der diesmal die Gemüter erhitzte, war das allerdings anders: Die Proteste der Anwaltschaft - und ebenso die von Ärzten und Journalisten - gegen die Novellierung der Telekommunikationsüberwachung sowie der sechsmonatigen Speicherpflicht für Verbindungsdaten galten der Verteidigung einer berufsnotwendigen Sphäre der Vertraulichkeit - einer Sphäre, die dem Schutz von Mandanten und Informanten dient.

Tatsächlich erreicht namentlich die Vorratsdatenspeicherung eine neue Dimension in dem seit Jahren immer schärfer werdenden...

 
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