Troubleshooter
Porträt: Andreas Renschler ist ein Mann für die komplizierten Fälle

Andreas Renschler hat erfolgreich das erste Auslands-Pkw-Werk von Mercedes-Benz in den USA aufgebaut. Nun ist der 46-jährige Manager der neue Nutzfahrzeugchef von Daimler-Chrysler.

HB STUTGART. Aus der zunächst krisengeschüttelten Kleinstwagenmarke Smart schmiedete der hochgewachsene Bauernsohn aus dem schwäbischen Ditzingen eine erfolgreiche Modellfamilie. Und in diesem Jahr bewies Renschler seine Managementfähigkeiten, als er als „Troubleshooter“ die desolate Finanzsituation beim japanischen Autobauer Mitsubishi mit aufdeckte.

Renschler kam nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Tübingen im Jahr 1988 zu Daimler-Benz. Hier arbeitet er im Stab des Vorstandsvorsitzenden, durchlief verschiedene Planungs- und Projektteams und bekam schon früh eine große Chance: 1993 begann er, in Tuscaloosa das M-Klasse-Werk aufzubauen. Hier gab es keine Facharbeiter, sondern angelernte US-Kräfte, hier wurde die Zusammenarbeit mit den Zulieferern auf eine neue, modellhafte Basis gestellt. Der luxuriöse Geländewagen wurde am Markt ein Erfolg.

Die zweite große Bewährungsprobe kam 1999, als Renschler kurzerhand an die Spitze der Smart GmbH gesetzt wurde. Er stabilisierte die Kleinwagenmarke und setzte mit dem Bau des Roadsters und des neuen Viersitzers Akzente. Wenn von 2006 an der Smart fourmore in Brasilien gebaut wird und auch die USA erobern soll, ist dies ebenso Renschlers Verdienst wie ein mögliches Engagement in China, das zur Zeit geprüft wird. Der Lohn ist ein Platz im Vorstand der Daimler-Chrysler AG und an der Spitze des weltgrößten Nutzfahrzeugherstellers der Welt. Hier muss der temperamentvolle Schwabe vorerst aber keine Sanierungsarbeit mehr leisten - das hat bereits sein Vorgänger erledigt.

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