Überraschender Abgang
Ford-Auslandschef Schulz nimmt den Hut

Mark Schulz (54), Leiter des Ford-Geschäftes in Europa, Afrika und der asiatisch-pazifischen Region, nimmt überraschend den Hut. Er wolle Anfang nächsten Jahres in den Ruhestand gehen, teilte der US-Autokonzern mit.

dpa DEARBORN. Schulz unterstanden auch Jaguar, Land Rover, Aston Martin und Volvo sowie die Partnerschaft mit dem japanischen Autokonzern Mazda. Ford hatte sich im September den ehemaligen Chef der Boeing-Verkehrsflugzeugsparte Alan Mulally als Konzernchef geholt. Er löste Bill Ford ab, den Urenkel des Firmengründers. Der US-Konzern hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Verlust von sieben Mrd. Dollar verbucht, der vor allem auf das marode Nordamerika-Geschäft zurückzuführen war. Dagegen laufen die Ford-Auslandsgeschäfte bis auf den britischen Luxuswagenanbieter Jaguar relativ gut.

Ford Motor Company ernannte keinen Nachfolger für Schulz und ließ auch offen wie die Auslandsgeschäfte zukünftig strukturiert werden. Schulz hatte 1970 als Arbeiter am Band bei Ford angefangen und hatte dann eine steile Karriere im In- und Ausland gemacht. Mulally versucht, die globalen Ford-Autooperationen besser zu koordinieren. Ford will in Nordamerika zahlreiche Fabriken schließen. 38 000 amerikanische Ford-Arbeiter wollen Frühruhestands- und Abfindungsangebote der Gesellschaft akzeptieren. Ford beschäftigt weltweit rund 300 000 Mitarbeiter.

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