Unternehmensbewertung
Die Frage des richtigen Preises

Wieviel ist mein Unternehmen wert? Welchen Preis bekomme ich dafür? Welchen Wert hat die Kundendatenbank oder das gute Betriebsklima? Diese Fragen stellt sich jeder mittelständische Unternehmer spätestens dann, wenn er einen Nachfolger sucht. Wie Sie Antworten finden.

DÜSSELDORF. Die Firmenbewertung und das Problem der Kaufpreisermittlung birgt bereits in einer sehr frühen Phase der Nachfolgereglung erheblichen Zündstoff für Differenzen zwischen Alt- und potenziellem Neu-Firmeninhaber. Das Ziel des Verkäufers ist, einen möglichst hohen Kaufpreis zu erzielen, denn in der Regel stellt die Firma insbesondere für mittelständische Unternehmer das Lebenswerk sowie die wesentliche Altersversorgung dar. Gleichzeitig soll der Fortbestand des Unternehmens und die Sicherheit von Arbeitsplätzen gewährleistet sein.

Die Intention des Käufers ist, ein gut funktionierendes, renditeträchtiges Geschäft mit intakter Struktur und wenig Risiken zu erwerben, zu einem möglichst niedrigen Preis. Deshalb wird er Schwachstellen im Unternehmen suchen und meist auch finden, diese für Preisreduzierungen nutzen. "Man muss akzeptieren, den absolut richtigen, objektiven Unternehmenswert gibt es nicht, er resultiert letztlich aus Angebot und Nachfrage", sagt der Korschenbroicher Unternehmensberater Hans Brüser. -Joachim Anders ausgedrückt: Der Preis ist, was man zahlt, der Wert ist, was man dafür erhält, beides kann weit auseinander klaffen.

Gerhard Guder, bei der Handelskammer Hamburg zuständig für den Bereich Unternehmensnachfolge, ergänzt: "Es existiert keine rechtlich verbindliche Vorgehensweise für die Unternehmensbewertung, Wissenschaft und Praxis haben deshalb unterschiedliche Methoden entwickelt, die Orientierungen darstellen und grobe Fehleinschätzungen verhindern."

Inwieweit die Bewertungsmethoden tatsächlich Preisorientierungen vermitteln, damit befassten sich Thomas L. Zick von der C&C Unternehmensberatung in Windhagen und Walther Schumacher, Partner der VSU Unternehmensbörse in Frankfurt. Ergebnis: Bei ein und demselben mittelständischen Betrieb mit einem Jahresgewinn von 450 000 Euro er gibt das Ertragswertverfahren einen Unternehmenswert von 4,1 Millionen Euro, die Mittelwertmethode einen Wert von 2,85 Millionen Euro, das so genannte Stuttgarter Verfahren einen Wert von 1,8 Millionen Euro.

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