US-Firmen beauftragen Informationsbroker mit Bewerber-Checks – um später keine Reinfälle zu erleben
Geschieden? Drogen? Verschuldet?

Elizabeth Rosen war entsetzt: Ein Unternehmen namens Choice-Point schrieb ihr, dass die persönlichen Daten der Krankenschwester aus Südkalifornien „leider aufgedeckt worden seien“. Und dass der Informationsbroker Choice-Point laut kalifornischem Gesetz verpflichtet ist, den Einbruch in die persönliche Datenbank bekannt zu geben.

HB LOS ANGELES. Persönliche Datenbank? Einbruch? Elizabeth Rosen verstand nur Bahnhof. Hatte die 37-Jährige doch bis dato von der Firma Choice-Point aus Atlanta im US-Bundesstaat Georgia noch nie etwas gehört. Als sie zum Telefon griff, um genauere Informationen über den Briefes zu erfahren, wurde sie ganz schnell abgewimmelt. „Darüber können wir nicht reden“, hieß es.

Der Hintergrund: Seit acht Jahren verkauft das Unternehmen Choice-Point Informationen von mittlerweile mehr als 100 Millionen Amerikanern an Firmen, die nach neuen, sauberen Mitarbeitern suchen. Sauber heißt: Angestellte ohne kriminelle Vergangenheit, ohne unbezahlte Autoversicherungen oder hohe Schulden. Auch über Verkehrssünden wollen künftige Arbeitgeber Bescheid wissen.

 
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