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Schadenersatzklage nach grobem Foul möglich

Wer auf dem Fußballplatz wegen grob unfairen Verhaltens seines Gegenspielers verletzt wird, kann nach Angaben der Deutschen Anwaltsauskunft Schadenersatz geltend machen. Ein entsprechendes Urteil habe das Oberlandesgericht Hamm verkündet.

HB BERLIN. Im konkreten Fall grätschte ein Spieler dem Gegner den Angaben zufolge so rüde in dessen Lauf, dass sich der Gefoulte mehrere Knochen brach. Die Kosten der Operation und der anschließenden Krankengymnastik beliefen sich laut Anwaltsauskunft auf mehr als 6 000 Euro, die der Geschädigte einklagte.

Das Gericht gab ihm Recht und betonte, dass Fußball zwar eine körperbetonte Sportart sei, und dass es auch bei regelgerechtem Spiel ein Verletzungsrisiko gebe. Auch sei unter Umständen übereifriger Einsatz erlaubt. In diesem Fall habe aber kein harter Zweikampf stattgefunden. Der beklagte Spieler habe sich schlichtweg unfair verhalten. Sein Einsatz sei grob unsportlich und rücksichtlos gewesen. Ob er nun den Ball gespielt habe oder nicht, ändere daran nichts.

Aktenzeichen:
Oberlandesgericht Hamm 34 U 81/05

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