Verdienste des EZB-Chefs gewürdigt
Trichet zum Banker des Jahres 2007 gekürt

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, ist zum „European Banker of the Year 2007“ gewählt worden. Bei der traurigen Performance der meisten Geschäftsbanken in diesem Jahr werde mit Recht ein Notenbanker von Format geehrt, teilte die Journalistenvereinigung „The Group of 20 + 1“ mit, die die Auszeichnung alljährlich verleiht.

FRANKFURT. Die Jury lobt „die mutige und transparente Politik“, die Trichet seit seiner Berufung an die EZB-Spitze im Herbst 2003 verfolgt habe. Unter seiner Führung habe die Kommunikation der EZB mit der Öffentlichkeit und den Märkten an Klarheit und Ausdruck gewonnen. Mit gut verständlicher Sprache stelle Trichet die Politik der EZB dar. Er sende Signale,die den Märkten helfen könnten, sich rechtzeitig auf das Handeln der EZB einzustellen. Das gelinge der EZB unter Trichet zuweilen sogar besser als der amerikanischen Notenbank Fed unter Ben Bernanke. Trichets Politik habe der EZB und nicht zuletzt dem Euro geholfen, international deutlich an Glaubwürdigkeit zu gewinnen.

Der EZB–Präsident und seine Kollegen im EZB-Direktorium haben nach Ansicht der Jury das tatsächliche Ausmaß der Subprime-Krise frühzeitig erkannt, den Ernst der Lage richtig eingeschätzt und entsprechend reagiert. Während die Fed lange unschlüssig gewesen sei, habe sich die EZB für eine beherzte und wohl koordinierte Vorgehensweise der Notenbanken stark gemacht, um der Vertrauenskrise angemessen zu begegnen.

Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise blieb die EZB ihrem Stabilitätsauftrag verpflichtet und legte, statt überhastet die Zinsen zu senken, nur eins Zinspause ein, schreibt die Jury. Im Umfeld ratloser privater wie öffentlicher Banken und einer auf Schlagzeilen ausgerichteten Politik habe sich Trichet mit seinem Direktorium einmal mehr als Fels in der tobenden Brandung erwiesen.

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