Verhandlungen
Merckle hat sich wohl mit Banken geeinigt

Nach wochenlangem Ringen hat sich der Ulmer Unternehmer Adolf Merckle offenbar mit seinen mehr als 30 Gläubigerbanken auf einen Sanierungsplan geeinigt. Damit würden wochenlange Verhandlungen doch noch ein gutes Ende nehmen.

HB DÜSSELDORF. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, haben beide Seiten am Dienstagnachmittag ein neues Stillhalteabkommen unterzeichnet. Die Gläubiger unter der Führung der Royal Bank of Scotland, der Deutschen Bank, der Commerzbank und der Landesbank Baden-Württemberg würden Merckles Holding VEM Vermögensverwaltung einen Überbrückungskredit für einige Monate gewähren.

In dieser Zeit soll dann ein Sanierungsplan für die Unternehmensgruppe ausgearbeitet und ein längerfristiger Kredit ausgehandelt werden, berichtet die Zeitung weiter. Von der VEM war am Dienstagnachmittag kurzfristig keine Stellungnahme erhältlich.

Hätten sich beide Seiten nicht geeinigt, hätte VEM noch vor Weihnachten Insolvenz anmelden müssen, schreibt die Zeitung weiter unter Berufung auf Verhandlungskreise. Merckle war in Bedrängnis geraten, weil einige seiner Firmen verschuldet sind und im Zuge der Finanzkrise an Wert verloren hatten. Außerdem hatte er sich mit VW-Aktien verspekuliert.

Die Banken verlangten daher nach mehr Sicherheiten für ihre Kredite. Merckle muss laut Bericht nun große Teile seiner Unternehmensgruppe an die Banken abgeben. Zum Verkauf kommt Merckles Mehrheit an dem Zementhersteller Heidelbergcement.

Auch von Teilen des Pharmahändler Phoenix und des Generikaherstellers Ratiopharm müsse Merckle sich möglicherweise trennen, so die Zeitung weiter. Das Vermögen des Unternehmers werde auf mehr als 7 Mrd. Euro geschätzt. Es steckt überwiegend in seinen Firmen.

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